Wirkungsbericht | Blog

Wenn Agroforstsysteme so großartig sind – warum werden dann nicht alle Kaffees so angebaut❓

👉🏼 Risiko
Bäuer:innen leben von ihrem Land, daher liegt der Fokus darauf, die Einnahmen zu maximieren und die Kosten zu minimieren. Monokulturen haben bislang die besten Renditen erzielt. Agroforstwirtschaft erfordert mehr Arbeit – sowohl auf dem Feld als auch in der Vermarktung der Produkte – und ist finanziell oft weniger lukrativ als Monokulturen.#
👉🏼 Mehr Komplexität
Das Zusammenspiel von Bäumen, Sträuchern und Feldfrüchten erfordert neues Wissen und birgt neue Herausforderungen. Welche Pflanzen vertragen sich? Gefährdet eine Kultur die andere? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Kosten und Erträgen für verschiedene Produkte?
👉🏼 Schwache Märkte
In Regionen mit Kaffeemonokulturen holen Einkäufer den Kaffee direkt bei den Plantagen ab. Für andere Produkte müssen die Bäuer:innen hingegen erst Abnehmer finden und die Ware selbst ausliefern. Abnahme und Preise für Agrarprodukte schwanken stark und sind meistens unsicher.
👉🏼 Fehlende Unterstützung
Es fehlen finanzielle Anreize und praktische Beratungsangebote. Bürokratische Vorgaben, wie die Pflicht, neu gepflanzte native Bäume zu registrieren, verlangsamen den Übergang zusätzlich.
💡 Unser Ansatz
Wir setzen auf Agroforstsysteme mit gemischten heimischen Bäumen, da sie der stark degradierten Natur helfen, sich zu erholen, und langfristig den Kaffeebäuer:innen zugutekommen, denn Agroforste helfen gegen die Auswirkungen des Klimawandels.
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